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Leonhardiverein

Grongörgen 12 Foto: Pater Adam

Am letz­ten Okto­ber­sonn­tag wird es all­jähr­lich beson­ders leben­dig um Grongör­gen. Tau­sen­de von Besu­chern kom­men zum Leon­har­di­fest mit sei­nem pracht­vol­len Pfer­de­um­ritt. Schon am Vor­abend zie­hen Gläu­bi­ge der Umge­bung von der ange­strahl­ten Wall­fahrts­kir­che aus in einer lan­gen Lich­ter­pro­zes­si­on betend und sin­gend durch die fest­lich illu­mi­nier­te Ortschaft.

Beim Leon­har­di­fest kommt die Ver­bin­dung von Mensch und Natur, von Arbeit und Gebet, Schöp­fer und Schöp­fung wie in einem Schau­spiel zur Dar­stel­lung. Da zie­hen auf kunst­voll geschmück­ten Wagen mit ver­schie­de­nen Dar­stel­lun­gen auch die Hei­li­gen leben­dig unter den Klän­gen der Blas­mu­sik durch die herbst­li­chen Flu­ren in einem wei­ten Oval zurück zum Fest­platz, wo die reli­giö­se Fei­er mit einer Pfer­de­seg­nung ihren Abschluss fin­det. St. Leon­hard ruft uns auf, die Natur nicht zu knech­ten und aus­zu­beu­ten, son­dern in Ver­ant­wor­tung ihr zu dienen.

Um 1720 wur­de die Wall­fahrt zum Hl. Leon­hard eröff­net. Die Tra­di­ti­on wur­de nur zwei­mal unter­bro­chen, 1805 zur Zeit der Säku­la­ri­sa­ti­on und 1936 unter dem Zwang des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Erst 1971 erfolg­te eine Wie­der­grün­dung, die bis heu­te anhält.

Leon­har­di­ve­r­ein Grongör­gen e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die seit 1720 bestehen­de Tra­di­ti­on des Grongör­ge­ner Leon­har­di-Rit­tes zu pfle­gen und zu erhalten.

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