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175 Jahre La Salette

Pfarramt Sammarei am 19.09.2021

La Salette III 2014 068

Am 19. September 1846 erscheint die Muttergottes auf einer einsamen Alp über La Salette zwei Kindern aus Corps, dem 11jährigen Maximin Giraud und der 15jährigen Melanie Calvat.

Die Kin­der erbli­cken in der klei­nen Mul­de eine Feu­er­ku­gel, die leuch­tet wie die Son­ne, und dar­in immer deut­li­cher eine frau­li­che Gestalt, die auf einem Stein­block sitzt, das Gesicht in den Hän­den ver­gra­ben hält – und weint. Dann steht sie auf, geht eini­ge Schrit­te auf die Kin­der zu und die­se ihrer­seits kom­men den Hang her­un­ter und tre­ten ganz nahe her­an. So kön­nen sie die Gestalt genau sehen. Sie ist groß und strahlt in hel­lem Licht. Sie trägt ein lan­ges, wei­ßes Gewand, eine gold­gel­be Schür­ze, ein Hals­tuch und eine ein­fa­che Hau­be. Auf ihrem Haupt leuch­tet ein Dia­dem und auf ihrer Brust ein Kreuz mit Ham­mer und Zan­ge auf dem Quer­bal­ken. Aller Licht­glanz geht von die­sem Kreuz aus. Dann teilt Maria den bei­den Zeu­gen ihre gro­ße Bot­schaft mit.

Kommt näher, Kin­der, habt kei­ne Angst! Ich bin hier, um euch eine gros­se Bot­schaft mit­zu­tei­len. Wenn mein Volk sich nicht unter­wer­fen will, bin ich gezwun­gen, den Arm mei­nes Soh­nes fal­len zu las­sen. Er las­tet so schwer, dass ich ihn nicht län­ger stüt­zen kann. So lan­ge schon lei­de ich um euch! Wenn ich will, dass mein Sohn euch nicht ver­lässt, muss ich ihn unab­läs­sig für euch bit­ten. Aber ihr macht euch nichts dar­aus! So viel ihr auch betet und tut: Nie wer­det ihr die Mühe ver­gel­ten kön­nen, die ich für euch auf mich genom­men habe.

Ich habe euch sechs Tage zum Arbei­ten gege­ben und den sieb­ten mir vor­be­hal­ten, und man will ihn mir nicht geben. Das ist es, was den Arm mei­nes Soh­nes so schwer macht. Die Fuhr­leu­te kön­nen nicht flu­chen, ohne dabei den Namen mei­nes Soh­nes zu miss­brau­chen. Das sind die zwei Din­ge, die den Arm mei­nes Soh­nes so schwer machen!

Wenn die Ern­te ver­dirbt, geschieht es nur euret­we­gen. Ich habe es euch im ver­gan­ge­nen Jahr an den Kar­tof­feln gezeigt. Ihr habt euch nichts dar­aus gemacht. Im Gegen­teil, wenn ihr ver­dor­be­ne Kar­tof­feln gefun­den habt, habt ihr geflucht und dabei den Namen mei­nes Soh­nes miss­braucht. Sie wer­den wei­ter ver­der­ben, und die­ses Jahr an Weih­nach­ten wird es kei­ne mehr geben.

Ver­steht ihr mich nicht, Kin­der? Ich wer­de es euch anders sagen. 

Wenn ihr Getrei­de habt, so sät es nicht! Alles, was ihr sät, wer­den die Tie­re fres­sen, und was etwa auf­geht, wird beim Dre­schen in Staub zer­fal­len. Es wird eine gros­se Hun­gers­not kom­men. Bevor die Hun­gers­not kommt, wer­den die Kin­der unter sie­ben Jah­ren von einem Zit­tern befal­len und in den Armen jener ster­ben, die sie hal­ten. Die andern wer­den durch die Hun­gers­not Bus­se tun. Die Nüs­se wer­den wurm­sti­chig, und die Trau­ben wer­den verfaulen.

Wenn sie sich bekeh­ren, wer­den die Stei­ne und Fel­sen zu Getrei­de­hau­fen wer­den, und die Fel­der wer­den von Kar­tof­feln über­sät sein.

Ver­rich­tet ihr euer Gebet gut, Kinder?

Nein, nicht gera­de gut, Madame.

Ach, Kin­der, ihr müsst gut beten, am Mor­gen und am Abend, auch wenn es nur ein Vater­un­ser und ein Ave Maria wäre, falls ihr es nicht bes­ser machen könnt. Aber wenn ihr es bes­ser machen könnt, dann betet mehr!

Im Som­mer gehen nur ein paar älte­re Frau­en zur Mes­se. Die andern arbei­ten am Sonn­tag den gan­zen Som­mer hin­durch. Im Win­ter, wenn sie nicht wis­sen, was tun, dann gehen sie zur Mes­se, aber nur, um sich über die Reli­gi­on lus­tig zu machen. In der Fas­ten­zeit lau­fen sie wie die Hun­de in die Metzgerei.

Habt ihr nie ver­dor­be­nes Getrei­de gese­hen, Kinder?

Nein, Madame, ant­wor­ten die bei­den wie aus einem Mund.

Aber du, Kind, du musst schon sol­ches gese­hen haben, in der Gegend von Coin, mit dei­nem Vater. Der Besit­zer des Fel­des sag­te zu dei­nem Vater: Kommt und seht, wie mein Getrei­de ver­dirbt! Ihr seid dann hin­ge­gan­gen und habt zwei, drei Ähren in die Hand genom­men und zer­rie­ben, und alles ist in Staub zer­fal­len. Dann, auf dem Heim­weg, als ihr nur mehr eine hal­be Stun­de von Corps ent­fernt wart, gab der Vater dir ein Stück Brot und sag­te: Nimm, mein Kind, und iss noch Brot, denn
ich weiß nicht, wer im nächs­ten Jahr noch Brot hat, wenn es mit dem Getrei­de so weitergeht!

Ach ja, Madame, ant­wor­tet Maxi­min, jetzt erin­ne­re ich mich wie­der. Ich dach­te nur nicht mehr daran!

Nun, Kin­der, teilt dies mei­nem gan­zen Vol­ke mit! 

Kin­der, teilt dies gut mei­nem gan­zen Vol­ke mit!

Der zustän­di­ge Bischof von Gre­no­ble, Phi­li­bert de Bruil­lard, ver­an­lass­te eine genaue und stren­ge Prü­fung des Ereig­nis­ses, der 

Zeu­gen, der Bot­schaft und ihres Wider­halls” und sprach zum fünf­ten Jah­res­tag der Erschei­nung in einem Hir­ten­schrei­ben die offi­zi­el­le Aner­ken­nung aus. Der ent­schei­den­de Satz darin: 

Wir erklä­ren, dass die Erschei­nung der Aller­se­ligs­ten Jung­frau … in der Pfar­rei La Salet­te … am 19. Sep­tem­ber 1846 … alle Merk­ma­le der Echt­heit auf­weist und dass die Gläu­bi­gen berech­tigt sind, sie als unzwei­fel­haft und sicher anzu­neh­men.” Der
Auf­trag ergeht an alle, die von La Salet­te Kun­de erhal­ten: Teilt dies mei­nem gan­zen Vol­ke mit”, die­se Bot­schaft und die­sen Geist der Versöhnung.

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