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Bischof em. Wilhelm Schraml ist gestorben

Pfarramt Sammarei am 09.11.2021

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Lieber + Bischof Wilhelm, wir bedanken uns herzlich für Ihre tiefe Verbundenheit mit der Wallfahrtskirche Sammarei, die Sie durch viele Besuche und die Krönung des Gnadenbildes zeigten.

R.I.P - Ruhe in Frieden.

Wir ver­lie­ren mit dem Bischof Wil­helm jeman­den der ganz viel für die Kir­che gebe­tet und gekämpft hat und er war immer ein Mann der Jesus Chris­tus in die Mit­te sei­nes Den­kens, Pre­di­gens und Han­delns gestellt hat. Er war mit gan­zem Her­zen ein Mann der Kir­che. Als sol­cher war er mir immer wie­der, vor allem auch zu Beginn mei­nes Pon­ti­fi­ka­tes, ein wert­vol­ler Rat­ge­ber. Sein uner­müd­li­ches Unter­wegs­sein im Bis­tum, in den Pfar­rei­en und bei den Men­schen, ist mir Vor­bild. Und als beson­ders kost­ba­re Hin­ter­las­sen­schaft schät­ze ich die Kapel­le der immer­wäh­ren­den Anbe­tung in Alt­öt­ting, die er ermög­licht hat.“
Bischof Dr. Ste­fan Oster SDB

Lebenslauf

Als zwei­ter von drei Söh­nen wur­de Wil­helm Schraml am 26. Juni 1935 in Erben­dorf in der Ober­pfalz gebo­ren. Er besuch­te das Alte Gym­na­si­um in Regens­burg und das Bischöf­li­che Kna­ben­se­mi­nar Ober­müns­ter. Das Abitur leg­te er 1956 im Stu­di­en­se­mi­nar St. Augus­tin in Wei­den ab. Als Alum­nus des Regens­bur­ger Pries­ter­se­mi­na­res stu­dier­te er an der Phi­lo­so­phisch-Theo­lo­gi­schen Hoch­schu­le in Regens­burg.

Am 29. Juni 1961 wur­de er zum Pries­ter geweiht. Anschlie­ßend war er Kaplan in Fal­ken­stein und wech­sel­te 1962 nach Kir­ch­ent­hum­bach. 1963 kehr­te er nach Fal­ken­stein zurück. 1966 erfolg­te der Wech­sel nach Regens­burg in die Pfar­rei St. Kon­rad. Im Jahr 1970 wur­de Schraml zum Dom­vi­kar ernannt und über­nahm die Auf­ga­ben des stell­ver­tre­ten­den Diö­ze­san­Prä­ses der Kol­ping­fa­mi­lie. Ein Jahr spä­ter wur­de er Diö­ze­san-Prä­ses der Kol­ping­fa­mi­lie. 1983 erfolg­te die Auf­nah­me in das Regens­bur­ger Dom­ka­pi­tel.

Papst Johan­nes Paul II. ernann­te ihn am 7. Janu­ar 1986 zum Titu­lar­bi­schof von Mun­a­zia­na und zum Weih­bi­schof in Regens­burg. Diö­ze­san­bi­schof Man­fred Mül­ler erteil­te ihm am 8. März 1986 in der Regens­bur­ger Domi­ni­ka­ner­kir­che die Bischofs­wei­he. Im Jahr 1986 wur­de er dann zum Bischofs­vi­kar für die cari­ta­ti­ven Wer­ke ernannt. Er war Vor­sit­zen­der des Cari­tas­ver­ban­des für die Diö­ze­se Regens­burg und Vor­sit­zen­der der Katho­li­schen Jugend­für­sor­ge der Diö­ze­se Regens­burg. Er war dar­über hin­aus Refe­rent für Lit­ur­gie und Kir­chen­mu­sik und Vor­sit­zen­der der Stif­tung Kir­chen­mu­sik­schu­le Regens­burg sowie ver­ant­wort­lich für das Refe­rat Ehe und Fami­lie und zustän­dig als Regio­nal­de­kan für die Seel­sorgs­re­gi­on Lands­hut. 1985 wur­de Schraml für sei­ne Ver­diens­te und sein Enga­ge­ment in Kir­che und Gesell­schaft mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz 1. Klas­se ausgezeichnet.

Papst Johan­nes Paul II. ernann­te Weih­bi­schof Schraml am Don­ners­tag, 13. Dezem­ber 2001, zum 84. Diö­ze­san­bi­schof von Pas­sau. Damit bekam die Diö­ze­se nach fast 12-mona­ti­ger Sedis­va­kanz einen Nach­fol­ger für Alt­bi­schof Dr. Franz Xaver Eder, der aus Alters­grün­den sei­nen Rück­tritt ein­ge­reicht hat­te. Die fei­er­li­che Amts­über­nah­me fand am Sams­tag, 23. Febru­ar 2002 statt. Getreu sei­nem Wahl­spruch Jesus Chris­tus als den Herrn ver­kün­di­gen“ war es ihm zeit­le­bens ein zen­tra­les Anlie­gen, die Men­schen zu einer per­sön­li­chen Begeg­nung mit Jesus Chris­tus, beson­ders in der Eucha­ris­tie und in der Anbe­tung, zu führen.

Bischof Schraml bot bereits im Vor­feld sei­nes 75. Geburts­ta­ges im Jahr 2010 dem Papst ent­spre­chend den kir­chen­recht­li­chen Vor­ga­ben sei­nen Rück­tritt an. Doch erst am 1. Okto­ber 2012 nahm Papst Bene­dikt XVI. die­sen Amts­ver­zicht an, ernann­te ihn aber zum glei­chen Zeit­punkt zum Apos­to­li­schen Admi­nis­tra­tor der Diö­ze­se Pas­sau. So lei­te­te er die Diö­ze­se mit allen bischöf­li­chen Rech­ten und Pflich­ten wei­ter, bis er am 2. Sep­tem­ber 2013 durch Papst Fran­zis­kus auch von die­sem Amt ent­pflich­tet wurde.

Sei­nen Ruhe­stand ver­brach­te Wil­helm Schraml als eme­ri­tier­ter Bischof in Alt­öt­ting, wo er der Got­tes­mut­ter beson­ders nahe sein konn­te – und unter­stütz­te sei­nen Nach­fol­ger im Bischofs­amt in vie­ler­lei Hin­sicht. Die Wall­fahrts­stadt ernann­te ihn am Vor­abend des Hoch­fes­tes Mariä Him­mel­fahrt 2015 zum Ehren­bür­ger. Auch sei­ne Geburts­stadt Erben­dorf ver­lieh ihm die Ehrenbürgerwürde.

Am Mor­gen des 8. Novem­ber 2021, nach­dem sei­ne irdi­schen Kräf­te ver­braucht waren, hat der ewi­ge Hohe­pries­ter sei­nen treu­en Die­ner Wil­helm Schraml durch das Geschenk eines kur­zen, fried­li­chen Able­bens in sein himm­li­sches Reich gerufen.

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